Energie einsparen

Der Schutz der Umwelt genießt bereits seit einigen Jahren und Jahrzehnten einen Stellenwert, der weit über das hinausgeht, was frühere Generationen der Thematik an Wichtigkeit beigemessen haben. Dies wird z.B. daran deutlich, dass nahezu alle politischen Parteien in Deutschland versuchen, mit dem Thema Umweltschutz in Wahlkämpfen für sich zu punkten und Stimmen zu gewinnen. Was auf diese Weise im Großen propagiert wird, leben zunehmend viele Bürgerinnen und Bürger auch in ihrem Alltag ganz konkret, indem Sie Tag für Tag in ihrem Haushalt so weit wie nur möglich Energie einsparen. Wie man hierbei besonders effizient vorgeht und ganz erhebliche Mengen von Energie einsparen kann, ohne jedoch einen herabgesetzten Komfort in seinem Leben empfinden zu müssen, soll der folgende Text näher illustrieren.

1. Helle Räume, teure Räume

Es geschieht leicht, dass in einem Zimmer eines Hauses Licht eingeschaltet wird, das nur für einen kurzen Zeitraum wirklich benötigt wird. Dies ist freilich in keiner Weise anstößig und außerdem auch schlechthin unvermeidbar. Allerdings verschwendet man Energie, wenn das Licht – wie es allzu oft geschieht – anschließend nicht wieder ausgemacht wird, bevor man den Raum verlässt. Nicht selten wird beispielsweise die Beleuchtung im Flur oder in der Küche mehrere Stunden pro Tag brennen gelassen, obwohl in beide Räume allenfalls einmal kurz hinein- und wieder herausgegangen wird. Auf die Dauer fällt dabei ein erklecklicher Verbrauch von Energie an, die schlechterdings ohne Zweck und Sinn vergeudet wird. Lassen Sie sich auch nicht von dem Mythos blenden, wonach so genannte Energiesparlampen geradezu längere Zeit brennen müssen, um sparsam zu sein. Dies entspricht nämlich schon eine geraume Zeit lang nicht mehr dem Stand der aktuellen Wissenschaft und der technischen Entwicklung der jeweiligen Leuchtmittel.

2. Wie warm darf es sein, wie warm soll es sein?

Ob man es persönlich bevorzugt oder nicht, bei sich zu Hause in einem T-Shirt herumzusitzen, ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Es lohnt sich aber womöglich spürbar, dieser eventuellen Gewohnheit einmal nachzugehen und sie kritisch zu hinterfragen. Denn wenn es zu Hause ein einziges Grad kühler ist, spart man leicht rund fünf Prozent der Heizkosten und damit entsprechend viel Energie ein. Werte von 20 Grad und mehr sind übrigens auch unter gesundheitlichen Aspekten nicht unbedingt zu empfehlen, zumal die trockene Heizungsluft im Winter zu einem Austrocknen der Schleimhäute etwa in der Nase führt und das Risiko steigert, dass man an einer Erkältung erkrankt. Somit lohnt es sich gleich in mehrfacher Hinsicht, diesbezügliche, eingeschliffene Gewohnheiten einmal ad acta zu legen. Eine deutliche Menge an Energie lässt sich ferner einsparen, wenn die Heizkörper ihren Dienst auch ungehindert verrichten dürfen. Dazu gehört, dass nicht Handtücher, Geschirrtücher oder gar Bücher oder andere Utensilien den Heizkörper zustellen bzw. zuhängen. Den Heizkörper von derartigem Ballast freizuhalten, bedeutet bereits für sich betrachtet eine höhere Effizienz beim Heizen und eine dementsprechende Einsparung. Ohnehin vermieden werden sollte, bei einem dauerhaft gekippten Fenster die Heizung stark aufzudrehen, weil diese dann permanent gegen die von außerhalb zuströmende kalte Luft "anheizen" muss.

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